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Nürnberger Friedenskonferenz
Abschlusserklärung
Die Regierung setzt auf Aufrüstung und Konflikte statt auf friedliche Lösungen. Wir sollen „kriegstüchtig“ gemacht werden: Ein Sondervermögen und zukünftig 46 % des Bundeshaushalts sollen in Rüstung fließen. Dieses Geld fehlt für Bildung, Gesundheit und Armutsbekämpfung. Die Infrastruktur wird zunehmend militärischen statt zivilen Bedürfnissen untergeordnet. Die Militarisierung der Gesellschaft zeigt sich in Bundeswehrwerbung an Schulen, der Wiedereinführung der Wehrpflicht und der Vorbereitung des Spannungsfalls. Dieser würde unsere Grundrechte massiv einschränken.
Gerade Nürnberg als „Stadt der Menschenrechte“ muss sich klar für den Frieden positionieren. Stattdessen findet hier mit der Enforce Tac die größte Waffenmesse Deutschlands statt.
Diplomatie und Respekt vor der Selbstbestimmung der Völker werden zugunsten einer einseitigen Feindbild-Rhetorik gegen Russland aufgegeben. Wer sich für Frieden ausspricht und Kritik an Waffenlieferungen oder am Genozid in Palästina übt, wird als „Putinversteher“ oder als „antisemitisch“ diffamiert. Gleichzeitig werden durch die Abschottungspolitik und Debatten über das „Stadtbild“ die eigene Mitverantwortung an Fluchtursachen ignoriert und die Gesellschaft gespalten.
Unsere Forderungen:
- Sofortiger Stopp von Waffenlieferungen!
- Friedensverhandlungen aktiv unterstützen!
- Keine Beteiligung am Gaza-Genozid und Feindseligkeiten gegen Russland beenden!
- Stationierung von Mittelstreckenraketen verhindern!
- Bundeswehr aus Schulen und Auslandseinsätzen abziehen – Nein zur Wehrpflicht!
- Raus aus der NATO!
- Illegale Sanktionen beenden und stabile Energiepartnerschaften mit Russland anstreben!
- Investitionen in Bildung, Soziales und Klimaschutz statt Aufrüstung!
Wir fordern eine Politik, die auf Frieden, Diplomatie und soziale Gerechtigkeit setzt. Wir wollen FRIEDENSFÄHIG werden für ein gutes Leben aller Menschen.
Diese Erklärung wurde als Meinungsbild zum Abschluss der Konferenz unter Beifall der Anwesenden angenommen.
Mitschnitte
Folgende Vorträge findet ihr auf der Youtube Playlist:
- Recht auf Frieden – Recht der Völker (Michael Kraus)
- Wehrpflicht – Nein Danke! (Jürgen Rose, Tommy Rödl)
- Medien – Krieg um die Köpfe (Wolfgang Mayer)
- Die aktuelle Situation im Nahen Osten (Karin Leukefeld)
Herzlichen Dank Krisz Webber für die Erstellung der Aufnahmen!
Veranstaltungen
Vortrag und Gespräch mit Ulrike Eifler
17:00Uhr: Austausch mit der Referentin Ulrike Eifler, zu allem was Euch wichtig ist
18:00 Uhr: Vortrag
Die sog. „Zeitenwende“ bedroht die Arbeits- und Lebenssituation der Arbeitenden und damit der Gewerkschaften in vielen Bereichen. Jeder Euro für Rüstung fehlt für verlässliche Daseinsvorsorge, für gute Bildung und für mehr Personal im Gesundheitswesen.
Die rasant vorangetriebene Aufrüstung ist ohne Angriffe auf den Sozialstaat nicht zu haben. Die Kriegsertüchtigung verschiebt das Kräfteverhältnis von Kapital und Arbeit. Dieser Herausforderung für Gewerkschaften zu begegnen, fordert die Herausgeberin des Buches, das sie uns gerne vorstellen und mit uns diskutieren möchte.
Der ver.di Ortsverein Nürnberg, das Friedensforum Nürnberg und die Rosa Luxenburg
Stiftung laden zu diesem Abend herzlich ein. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Informations- und Aktionsstand der DFG-VK Nürnberg-Fürth mit Unterstützung weiterer Ortsgruppen – IWA (Internationale Waffenmesse)
Aufbau 7:30 Uhr – Kreativer und informativer Aktionsstand: 8:30 Uhr -11:00 Uhr / Ort: Vor der Messe Mitte, U-Bahn Haltestelle Messe
Newsletter
Das Nürnberger Friedensforum versendet etwa einmal pro Monat einen Newsletter mit Berichten aus laufenden und vergangenen Aktivitäten sowie kommenden Aktionen und Veranstaltungen in Nürnberg und Umgebung.
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Fahrt zur Anti-Siko-Demo
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Kriegsdienst verweigern
Aktuell erreichen uns immer wieder Anfragen zur Kriegsdienstverweigerung (KDV).
Wir freuen uns hierfür auf ein Angebot der DFG-VK verweisen zu können, die eigens eine Webseite dafür eingerichtet haben:
Dort gibt es einen Leitfaden, welche Dokumente zu erstellen sind und worauf bei den Formulierungen zu achten ist. Außerdem gibt es die Möglichkeit, sich beraten und die Dokumente prüfen zu lassen, bevor man sie einreicht.
Hier das Verfahren im Überblick:
