Rede von Dieter Schlee – gehalten auf dem Ostermarsch in Nürnberg am 17.4.2017

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Protestierende für Frieden, Solidarität und Freiheit,

wenn eine Privatperson eine Waffenbesitzkarte und eine Erlaubnis zum Führen einer Schußwaffe beantragt, dann ist die Behörde in aller Regel nur in ganz speziellen Fällen, beim Vorliegen außerordentlicher Gründe, bereit, solche Berechtigungen zu erteilen und das ist gut so. Gut, weil wir momentan ja viele sog. besorgte Bürger haben, denen man sonstwas in die Hand wünscht, nur eben keine Waffe.

Nicht erst dann, wenn tatsächlich geschossen wird, beginnt das Problem, sondern schon weit vorher: Wer eine Waffe mit sich führt, egal ob Messer oder Pistole, fühlt sich stärker und neigt daher auch dazu, einem eskalierenden Konflikt nicht auszuweichen, im Bewußtsein, sich gegebenenfalls mit Gewalt durchzusetzen. Mit Entsetzen konnte man ja der Presse entnehmen, wieviele Menschen sich sog. Kleine Waffenscheine ausstellen ließen, für Schreckschußpistolen z. B.

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