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Rundbrief vom 17.5.2017

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Ostermarsch 2017 

Wir waren auch dieses Jahr wieder zahlreich am Ostermontag für Frieden, Freiheit und Solidarität auf der Straße. Vielen Dank gilt den vielen HelferInnen und UnterstützerInnen, insbesondere unserem Hauptredner Dieter Schlee für seine packende Rede. Neben den knapp tausend Ostermarschierenden waren auch in Fürth, Erlangen und Ansbach zahlreiche Friedensfreunde in Mittelfranken unterwegs. Gegen die zunehmende Kriegsgefahr zogen bundesweit wieder zehntausende durch die Städte.

 Die Ermordung von Politikern …

… wurde ausgerechnet von Bundeswehrsoldaten geplant. Und um das zur Stärkung reaktionärer und faschistischer Stimmungen ausschlachten zu können, sollte es Asylbewerbern in die Schuhe geschoben werden. Wenn man bedenkt, dass diese Bundeswehr in immer mehr Kriege geschickt wird, um angeblich Frieden, Demokratie und Wohlstand zu fördern, sollte man doch zumindest ins Nachdenken geraten. Nicht zuletzt ist aus unserer eigenen Geschichte bekannt, welche unrühmliche Rolle demokratiefeindliche Menschen in Soldatenstiefeln spielen können. Dies bedenkend ist der Aufschrei in unserem Land viel zu leise.

Ein guter Trump …

… ist ein US Präsident, der Raketen nach Syrien schickt. So könnte man die Reaktion in unserem Land auf den Raketenangriff der USA auf Syrien kurz vor Ostern zusammenfassen. Offiziell wurde das als Vergeltung für einen Giftgasangriff der syrischen Armee dargestellt, obwohl keinerlei Beweise dafür vorgelegt wurden. Bis zu dem Zeitpunkt wurde US Präsident Trump wie noch kein Amtsinhaber vor ihm in unserem Land von offizieller Seit kritisiert. Dann schickt Trump Raketen nach Syrien und er gilt wieder als die „Führungsfigur der freien Welt“. Welch eine Moral?

 Aus der Mottenkammer …

… will die Bundesregierung 104 Leopard Panzer holen und modern aufrüsten. Offensichtlich werden 27 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges wieder Planspiele für einen Krieg in Europa nicht nur durchgeführt, sondern die nötigen Waffen dafür auch bereitgestellt.

 Abbau von Spannungen …

… statt Säbelrasseln fordern wir auch für die koreanische Halbinsel. An die vor einigen Jahren begonnene Entspannungspolitik gilt es anzusetzen. Damals wurde u.a. über eine von Nordkorea akzeptierte internationale Sicherheitsgarantie für das Land als Ausgleich für dessen Beendigung von Raketenrüstung und Atomwaffentests verhandelt.

 Vernetzungstreffen Nordbayern

Bei unserem letzten Netzwerktreffen kam die Idee für ein Vernetzungstreffen der Friedenbewegung Nordbayerns auf. Dazu müssen wir wissen, ob ihr das auch für sinnvoll erachtet. Daher die dringende Bitte, überlegt – und besprecht das in euren Strukturen – ob so ein Treffen von Nutzen wäre und ob ihr euch vorstellen könntet daran teilzunehmen. Die inhaltliche Ausrichtung ist noch entsprechend offen. Vernetzungsrunden und inhaltlicher Austausch zu wichtigen Themen der Friedensbewegungen standen im Raum. Auch hierzu freuen wir uns über Rückmeldungen um entsprechend dem Diskussionsbedarf zu planen.

Tel.: Ewald Ziegler, 0911-418373 oder per mail an: info@friedensforum-nuernberg.de

 Wir planen …

… uns auch am 3. Straßenfest von DIDF gegen Rassismus und Diskriminierung am 17. Juni auf dem Aufseßplatz zu beteiligen. Ab 14.00 Uhr werden wir mit einem Infostand auf den Zusammenhang von Rüstung, Krieg, Flucht und Sozialabbau als wichtige Gründe für Rassismus hinweisen.

.. am 15. Juli plant das vom DGB initiierte Sozialbündnis wieder eine Sozialmeile vor der Lorenzkirche zur Politisierung des Bundestagswahlkampfes. Unter dem Motto „Abrüstung statt Sozialabbau“ werden wir uns daran beteiligen.

 Die Atomraketen in Deutschland – Auf nach Büchel

Auf dem Fliegerhorst Büchel (Eifel) lagern noch immer ca. 20 US-Atomwaffen.

Die DFGVK Nürnberg-Fürth bietet daher eine Busfahrt am Samstag, 24.6.17, nach Büchel an.

Den Aufruf dazu haben wir beigelegt.

Nächstes Treffen

Wir laden recht herzlich ein zum nächsten Treffen des Nürnberger Friedensforums

am Montag, den 29. Mai 2017

um 19.00 Uhr ins Nachbarschaftshaus Gostenhof, Adam-Klein-Str. 6.

TO Vorschlag:

  1. Politische Situation
  2. Besprechung über ein mögliches nordbayerisches Vernetzungstreffen
  3. Auswertung unserer Aktivitäten, wie z.B. 1. Mai
  4. Nächste Aktivitäten
  5. Verschiedenes

Mit friedlichen Grüßen

Anna Beltinger                                Michael Kaeser                                     Ewald Ziegler

Interessante Veranstaltungen:

Unter dem Motto: 20 Wochen für 20 Atombomben laufen derzeit Aktionen am Standort der letzten Atomwaffen in Deutschland, dem Bundeswehr-Fliegerhorst Büchel in der Eifel. Und dieses Jahr finden auch UN-Verhandlungen über ein völkerrechtliches Atomwaffen­verbot statt, die nächste Runde vom 15.6. bis 8.7. in New York. Was hat das miteinander zu tun?

Die Verhandlungen sind ein riesiger Erfolg einer internationalen Kampagne von Staaten und zivilen Organisationen, und diese hat die Unterstützung der Mehrheit in der UN. So wie Landminen und C-Waffen könnten auch Atombomben endlich geächtet werden, doch die deutsche Regierung boykottiert die Verhandlungen! Die USA möchten die in Büchel gelagerten Atombomben „modernisieren“, wir fordern stattdessen Verbot und Abzug. Der Physiker Dr. Wolfgang Nick erläutert die Hintergründe der aktuellen Entwicklung. Auch die Handlungsmöglichkeiten gegen die neue Aufrüstung sollen nicht zur kurz kommen.

Donnerstag 1. Juni 2017, 19:30 im Friedensmuseum Nürnberg

  • DaSchauHer, Aktionsformen sozialer Bewegungen

Ausstellung im Friedensmuseum, Kaulbachstr. 2; Mo.: 17 – 19 Uhr; Mi: 15 – 19 Uhr und jeden 1. Samstag 15 – 19 Uhr

  • Sa, 24.6.2017, Gegenaktionen zum G 20- Gipfel in Hamburg in der Nürnberger Innenstadt

 

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