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Rundbrief vom 8.11.2015

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In der Türkei wurde gewählt …

… wenn man es denn so nennen mag. Nachdem beim letzten Urnengang die AKP Erdogans keine eigene Mehrheit erreichte, ließ er nun nochmals wählen. Dabei wurden oppositionelle Medienhäuser gestürmt, die Büros der oppositionellen HDP pogromartig zerstört und, man kann es nicht anders nennen, ein Bürgerkrieg gegen die kurdische Bevölkerung entfacht. Die unaufgeklärten Bombenanschläge gegen Demonstrationen in Ankara, Diyarbakır und Suruç stellen dabei nur einige traurige Höhepunkte der Repression dar. Obwohl die PKK mehrfach einseitige Waffenstillstände ausrief, ließ der NATO-Partner es sich nicht nehmen, weiter zu bomben und über kurdische Städte mehrtägige Ausgangssperren zu verhängen. Wer hinausging um sich mit Lebensmitteln oder Medikamenten zu versorgen wurde von Scharfschützen der Polizei daran gehindert. So bestand der Wahlkampf vor allem aus Repression und vielen Morden.

Ergebnis? Die AKP kann wieder allein regieren.

Und in Syrien…

… finden die Kampfhandlungen kein Ende. Die Probleme werden aber auch in Syrien nicht mit Bomben zu lösen sein. Deshalb ist es ein Schritt in die richtige Richtung, dass sich nun auf der „Wiener Konferenz“ 17 Regierungschefs, darunter der UN-Sicherheitsrat und auch Saudi-Arabien und der Iran trafen. Diese Zusammensetzung gilt als Kompromiss, da sowohl der syrische Präsident Assad als auch VertreterInnen der Kurden und anderer oppositioneller Gruppen fehlten. Ausgeschlossen blieben also die Syrer selbst. So berieten nun alle, von denen die meisten bisher ihre eigenen Interessen mit Geld und Waffen auf dem Rücken des syrischen Volkes austrugen unter Ausschluss eben von Vertretern dieser Menschen. Herausgekommen ist nicht viel, außer der Erklärung, dass das syrische Volk selbst über sein Schicksal zu entscheiden habe. Eine solche Nichteinmischung muss auch heißen: Die Unterstützung der Feudalaristokratien für den IS muss aufhören, ohne diese Gelder und Waffen hätte er bei weitem nicht seine jetzige Stärke.

Alles in allem: Ein kleiner Hoffnungsschimmer für die syrische Bevölkerung…

Es macht Mut …

… dass 250 000 Menschen dem Aufruf eines breiten gesellschaftlichen Bündnisses gefolgt sind und an der Demonstration in Berlin gegen das geplante Freihandelsabkommen TTIP zwischen EU und USA teilgenommen haben. Gemeinsam sind wir stark, lautet die Erfahrung. Wir werden weiter dabei sein!

Friedensdekade 2016 vom 08.11. – 18.11. unter dem Motto „Grenzerfahrung“

Ein Ausschnitt der Veranstaltungen in Nürnberg. Weitere Infos beim NEFF unter www.neff-netzwerk.de oder Tel.: 0911 – 2142152

Datum Ort Veranstaltung Veranstalter
Sa., 14.11.2015
um 14 bis 17 Uhr Uhr
Frauenkirche Grenzerfahrung – Ökumenischer Friedensweg in der Nürnberger Innenstadt NEFF
MissionEineWelt
und viele andere
Di., 17.11.2015
um 19.30 Uhr
Ort ist noch in

Planung

Mut zur Begegnung – Vortrag zu Israel und Palästina von Andreas Kuntz. Andreas Kuntz, Friedensfachkraft des forum Ziviler Friedensdienst, erzählt von seinen spannenden Erlebnissen in diesen Ländern. NEFF
Sa., 28.11.2015
bzw. 29.11.2015
Straße der Menschenrechte, Nürnberg Internationaler Tag der Solidarität mit dem Palästinensischen Volk NEFF

22. Friedensratschlag

Am 05. und 06. Dezember findet in der Universität Kassel der 22. Friedensratschlag statt.
Das Programm finden Sie hier: 2015_Ratschlag_Programm_Flyer

Nächstes Treffen

Wir laden recht herzlich zum nächsten Treffen des Nürnberger Friedensforum

am Montag, den 07.Dezember um 19.00 Uhr ins Nachbarschaftshaus Gostenhof, Adam-Klein-Str. 6, ein

TO Vorschlag:

  1. Politische Situation
  2. Diskussion von Eckpunkten für den Ostermarschaufruf und Benennung einer Redaktionsgruppe für die Erstellung eines Aufrufentwurfs
  3. Verschiedenes

Bitte vormerken: Mo, 01.02.16: Verabschiedung des Ostermarschaufrufs und Organisation des Ostermarsches 2016

Mit friedlichen Grüßen

Anna Beltinger                               Michael Kaeser                                    Ewald Ziegler

 

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